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Vollautomat oder Siebträger?

Diese Frage wird am häufigsten gestellt.

Die Antwort: Das interessiert eigentlich nicht die Bohne! (wortwörtlich) Denn viel wichtiger als die Maschine ist die Bohne. Warum das so ist, erklären wir später in einem anderen Artikel über Bohnen.

Da ein typischer Einsteiger als Käufer aber lieber über „Metall“ als über Bohnen spricht, haben wir dieses Thema vorangestellt. Hier geht es also erst einmal um die Technik/Maschinen. Wir wollen vereinfacht die wesentlichen Unterscheide, auf die man achten muss aufzeigen. Danach kannst Du besser in Dich „hineinhorchen“, und herausfinden, in welche Richtung Dein Bauch (oder der Deiner Familie) bei einer Espressomaschine gehen will.

Die Maschinenwahl ist eine subjektive Entscheidung. Man kann nicht sagen das eine ist prinzipiell besser als das andere. Es hängt davon ab, was DIR wichtig ist. Eine Kaufentscheidung ist immer ein Kompromiss. Ein Kompromiss bei der Abwägung verschiedener Interessen. Auch die Interessen der restlichen Familie, was meist nicht unwesentlich bei der Kaufentscheidung ist.


Vollautomaten

Auf der einen Seite der Vollautomat. Hier stehen der Komfort, Schnelligkeit, Sauberkeit und die Einfachheit der Bedienung im Vordergrund. Jeder kann ihn ohne Vorkenntnisse bedienen. Alles nur ein Knopfdruck. Komfort pur. Was will man mehr?

Nachteilig bei Vollautomaten ist vor allem das Endergebnis. Bei den neuesten Generationen von Vollautomaten ist aber der Espressogeschmack deutlich besser als der Ruf der ersten Generationen von Vollautomaten. Durch Einstellmöglichkeiten wie Mahlgrad, Menge des Wassers je Bezug, Temperatur etc. ist der Espressogeschmack jetzt besser. Auch das Reinigen/ Pflegen und die Wartungsfreundlichkeit durch herausnehmbare Einzelteile ist je nach Hersteller und je nach Generation der Maschine deutlich besser geworden. Die Industrie arbeitet da kontinuierlich an Verbesserungen. Individualisierung ist da ein großes Stichwort für die nächsten Jahre.


Siebträger

Siebträger auf der anderen Seite stehen für Purismus und Qualität vor allem beim Espresso aber auch bei der Milchzubereitung. Wer perfekte Kreationen erreichen will und Handarbeit für eine Top-Qualität nicht abschreckt, der ist mit einem Siebträger gut aufgehoben. Man muss aber bereit sein, selber auch zu lernen. Der Mensch vor der Maschine ist hier sehr wichtig, nicht nur die Maschine selber.

Der Kompromiss liegt hier im Komfort. Man muss sich mehr mit dem Thema auseinandersetzen (bspw. bei Mahlgrad.de) und üben, üben, üben. Man muss vieles manuell machen, was bei Vollautomaten alles nur ein Knopfdruck ist. Dafür ist bisher immer noch (Stand 03/2009) der Espresso besser als bei jedem Vollautomaten. Um wieviel besser der Espresso aus einem Siebträger vs. aus einem Vollautomaten schmeckt, liegt im Geschmack und der Espresso-Erfahrung des Beurteilers

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Was ist guter Espresso?

Eines ist sicher: Du kannst das, was Du in den meisten Cafés als Espresso serviert bekommst - und für das Du auch noch Geld bezahlst - nicht vergleichen mit dem, was ein guter Espresso wirklich ist. Bevor Du also überhaupt beurteilen kannst, ob ein Espresso gut oder schlecht ist, musst Du auch schon einmal einen sehr guten Espresso selber getrunken haben!

Selbst wenn in einem Café eine tolle Siebträgermaschine steht, muss der Espresso nicht gut sein, wenn das Personal die Maschine nicht richtig bedienen kann oder heimlich aus einem kleinen Vollautomaten daneben den Espresso aus Bequemlichkeit zieht (alles schon selber erlebt). Auch eine „dicke Crema“ oder „dicker Milchschaum“ ist kein Beweis für guten Espressogeschmack oder guten Latte. Mehr dazu später.

Den Einsteigerartikel wollen wir aber nicht zu lange machen. Deswegen zum Abschluss ein nicht ganz unwesentliches Kriterium, das bei Einsteigern häufig gefragt wird: Der Preis.


Preise

Es muss Dir bewusst sein, dass beides, sowohl ein guter Vollautomat, als auch ein guter Siebträger nicht preiswert sind.  Bei Siebträgern kommt immer noch der Zwang einer externen guten Kaffeemühle hinzu. Die ist fast wichtiger als der Siebträger. Ab einer gewissen Klasse des Siebträgers. Da muss man immer mit mindestens 200 Euro extra rechnen zusätzlich zu dem Preis der Siebträgermaschine. So kommt man in beiden Richtungen auf ungefähr das gleiche Preisniveau, eine bestimmte Mindestqualität vorausgesetzt. Da sind wir schnell bei einem Komplettpreis von ca. 650-800 Euro, um sofort loslegen zu können. Egal ob Vollautomat- oder Siebträgervariante. Natürlich geht es auch preiswerter. Aber je niedriger der Preis, umso mehr Kompromisse muss man eingehen.

Das ist per se nichts Schlimmes, solange man sich dessen bewusst ist. Es geht uns eher darum, das "Bewusstsein" dafür schärfen, als darum, teure Kaffeemaschinen zu glorifizieren. Auch eine 150 Euro Espressomaschine kann für Dich die perfekte Wahl sein, wenn Du Dich vorher über deren Vor- und Nachteile informiert hast und diese Entscheidung dadurch bewusst gefällt hast.

Unser Rat:  Informiere Dich also vorher genau, damit Du mit Deiner Entscheidung dauerhaft glücklich wirst. Egal welche Preisklasse, egal ob Vollautomat oder Siebträger. Sonst hat nur Ebay etwas davon ;)

Nutze deswegen alle Angebote von Mahlgrad.de. Die Marktübersicht zeigt Dir die technischen Daten, Preise, Produktbilder und Erfahrungsberichte von Usern. Die Videos helfen Dir, sich als Einsteiger schneller zu Recht zu finden, sich Produkte „in action“ anzusehen oder auch nach dem Kauf Praxistipps zu bekommen. Alle User im Kaffee-Forum helfen sich gegenseitig, um tiefergehende, individuelle Fragen und Probleme zu lösen.


Viel Spaß bei Mahlgrad.de!

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